Neuer Friedhof

Wiedereinweihung sowjetisches Soldatengrabfeld

Am Sonntag, den 08.05.2016 wurden bei strahlendem Sonnenschein die Soldatengräber der sowjetischen Kriegstoten auf dem Neuen Friedhof nach der Sanierungsmaßnahme wieder eingeweiht.

Herr Pastor Grimmsmann zeigte in seiner Ansprache deutlich auf welche Bedeutung Soldatengräber in der heutigen Zeit haben. Die gefangen Soldaten kamen aus dem Krieg nicht mehr zurück und fanden hier auf dem Neuen Friedhof ein Grab und eine letzte Ruhestätte. Es sei gut, dass die Grabstellen in Ehren gehalten und gepflegt werden.

Immer wieder sei er bei seinen langjährigen Russlandaufenthalten angesprochen worden, dass es wichtig, nicht nur die Gräber der westlichen Alliierten zu ehren sondern eben auch die der Roten Armee. Denn auch diese Soldaten haben einen Anteil an der Befreiung vom Nationalsozialismus.

Herr Artur Schulz, Gemeindemitglied der Kreuzkirchengemeinde, verlas sämtliche Namen der hier beigesetzten Soldaten. Es war sehr wichtig, dass die Namen in korrekter Form und landessprachlich ausgesprochen wurden.

Die zweite Bürgermeisterin der Stadt Lingen, Frau Monika Heinen, dankte vor allem Herrn Gerd Kastein und Herrn Dr. Heribert Lange, die den Dankanstoß zur Sanierung gaben. Ebenso dankte sie den Mitgliedern der Friedhofskommission Lingen /Ems und Herrn Architekt Werner Breitenbach für die Planung und Ausführung der Arbeiten.

Auch sie verwies nochmals auf die Wichtigkeit Soldatengräber in Ehren zu halten und als Mahnmal für das Geschehene anzusehen. Tod und Erhaltung von Grabstellen stünden nicht ganz oben auf der Agenda der Gesellschaft.

Bei der Umsetzung der Arbeiten, durchgeführt von der Firma Lueske, wurde die Friedhofskommission finanziell durch das niedersächsische Innenministerium unterstützt.

Einen aktuellen Artikel der Lingener Tagespost finden sie hier