Kunstprojekt "Wohin mit den Kreuzen?" eingeweiht

Am 20. Mai 2026 wurde auf dem Neuen Friedhof das eindrucksvolle Kunstprojekt „Wohin mit den Kreuzen?“ feierlich eingeweiht. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um das außergewöhnliche Objekt zu betrachten und gemeinsam ein Zeichen für Erinnerung, Nachhaltigkeit und Hoffnung zu setzen.

Über 260 Haus- und Wegekreuze wurden von Bürgerinnen und Bürgern gespendet. Mehr als 160 dieser Kreuze fanden ihren Platz in dem rund 10 Meter langen und 2 Meter hohen Kunstobjekt aus Stahl und Stahlseilen, das in Form einer Brücke gestaltet wurde. In der Mitte erhebt sich ein altes Wegekreuz mit einer Höhe von knapp drei Metern – als sichtbares Symbol für Vergangenheit, Glauben und Verbundenheit.

Besonders eindrucksvoll ist die Idee, dass an der Rückseite vieler Kreuze kleine Klammern angebracht wurden. Diese bieten Raum für persönliche Gedanken, Wünsche oder stille Botschaften der Besucherinnen und Besucher. So wird das Kunstwerk zu einem lebendigen Ort der Beteiligung, an dem Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern aktiv weitergetragen und individuell gestaltet werden kann.

Das Projekt macht deutlich, dass alte Kreuze nicht einfach entsorgt werden müssen, sondern weiterhin einen würdevollen Platz finden können. So verbindet die Installation Erinnerungen an Menschen, Geschichten und Traditionen mit einem nachhaltigen Gedanken der Wiederverwendung und Wertschätzung.

Gerade auf einem Friedhof, einem Ort der Trauer und des Gedenkens, setzt das Kunstwerk zugleich positive Akzente: Es lädt dazu ein, innezuhalten, Erinnerungen lebendig zu halten und Hoffnung sowie Zuversicht mitzunehmen. Die Brückenform steht dabei sinnbildlich für Verbindung – zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Abschied und Erinnerung.

Ein besonderer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern der BBS, die mit großem Engagement an der Umsetzung beteiligt waren. Ebenso danken die Initiatoren allen Förderern, Unterstützern und Spendern der Kreuze, ohne deren Hilfe dieses besondere Gemeinschaftsprojekt nicht möglich gewesen wäre.

Mit „Wohin mit den Kreuzen?“ ist auf dem Neuen Friedhof ein außergewöhnlicher Ort entstanden, der Kunst, Erinnerungskultur, Nachhaltigkeit und persönliche Beteiligung auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet.

Aufbau und Einweihung